Prospero, rechtmäßiger Herzog von Mailand, wurde von seinem Bruder Antonio vom Thron gestürzt. Prospero gelang es, mit seiner Tochter Miranda über das Meer zu fliehen und durch seine Zauberkünste Herr über eine Insel, den Luftgeist Ariel und den Wilden Kaliban zu werden. Jetzt, zwölf Jahre später, will Prospero mit Ariels Hilfe seine alten Feinde bestrafen: er lässt sie in einen Sturm geraten und auf seiner Insel stranden. Shakespeares Zaubermärchen ist ein Gedankenexperiment. Die Insel ist geografisch zwar zwischen Tunis und Neapel zu verorten, gedanklich ist sie jedoch ein Nirgendland, ein Wunschbild. „Wir sind aus solchem Stoff, aus dem die Träume sind, und unser kleines Leben vollendet sich im Schlaf.“ Was würde geschehen, wenn ein Mensch des Geistes die Erde beherrschte so wie Prospero seine Insel? Am Schluss wird Prospero zurück nach Mailand gehen und Herzog sein. Die Frage, ob sich »Prosperos Reich« dorthin, in unsere Zivilisation importieren lässt, bleibt offen.
»O schöne neue Welt, die solche Bürger hat.«
10. - 13. Juli 2008, Theatervorplatz, jeweils 21.30 Uhr
Besetzung:
Prospero: Bernhard Dechant Miranda: Zoe Hutmacher Ferdinand: Julian Hackenberg Ariel: Saskia Taeger Caliban: Ralph Jung Stefano: Gunnar Titzmann Trinculo: Holger Dexne a. G. Alonso: Grazia Pergoletti a. G. Antonio: Natalie Hünig a. G. Gonzalo: Waltraud Steinke-Löscher a. G. Sebastian: Ulrich Reinhardt Göttin: Renate Regel Kapitän: Samwel Bersegian a. G. Bootsmann: Andreas Waidosch a. G.